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Ernährung während einer Verletzung

Hat die Ernährung einen Einfluss auf die Regeneration einer Verletzung?

Ja, definitiv!

Je nachdem, wie ausgereift das eigene Ernährungsverhalten ist, ob man die eigene Strategie gefunden hat oder nicht, muss man mehr oder weniger ändern. Ist man zufrieden und fühlt sich sonst gut , kann man sein grobes Essverhalten zum größten Teil beibehalten. Besteht schon ein allgemeines Gefühl von Unwohlsein, ist der Aufwand möglicherweise ein bisschen größer. Aber was ist den schlimmer, als in seinen tagtäglichen Gewohnheiten durch eine Krankheit limitiert zu sein? Dementsprechend lässt man sich i.d.R. doch sehr leicht überzeugen ein paar Kleinigkeiten umzustellen um schneller gesund zu werden. Auch wenn es keine Patentlösung gibt, stelle ich ein paar Tipps zur Verfügung, die man beachten kann

Kcal Aufnahme steuern

Je nach dem wie stark sich eine Verletzung auf den Alltag auswirkt, kann es sein, dass der Energieumsatz pro Tag drastisch fällt. Meistens tritt dieser Fall ein, sobald man bettlägerig wird. Die Gründe können vielfältig sein. Hier gilt es seinen Gefühlen, einen Strich durch die Rechnung zu machen und sich gesund zu ernähren. Oft neigt man dazu, sich selbst zu bemitleiden und mehr Süßigkeiten zu essen, dafür ist kein Platz. Das Ziel ist es gesund zu werden und nicht dick. Die kcal Aufnahme muss an den Verbrauch angepasst werden.

Genauso beim Gegenteil, wenn das Gefühl von vollkommenden unwohl seins, überhand gewinnt, ist es notwendig, etwas zu essen. Auch wenn du dich wenig bewegst, braucht dein Körper Energie. Dein Grundumsatz (Energieverbrauch in Ruhe), ist sogar leicht erhöht, das dein Körper gegen den Infekt ankämpfen oder die verletzte Stelle reparieren muss. Der innere Schweinehund muss überwunden werden, und zwar nicht mit Fastfood, sondern mit qualitativen Lebensmitteln, die alle notwendigen Nährstoffe zur Verfügung stellen.

Aminosäuren

Aminosäuren, die Bausteine jedes Proteins (Synonym Eiweiß) haben vielfältige Aufgaben im Körper. Eine der Hauptaufgaben der Aminosäuren, ist die Reparatur von zerstörten Gewebe. Ist etwas im Körper zerstört/angegriffen werde mehr Aminosäuren benötigt um genug Baumaterial zur Verfügung zu stellen. Auch bei Infekten, wie einer Erkältung oder Grippe ist es notwendig, den erhöhten Proteinbedarf des Körpers erst zu nehmen und mehr Protein haltige Lebensmittel zu essen. Die Aminosäuren der Proteine stellen das Baumaterial für Antikörper (Abwehrkräfte), die den Infekt bekämpfen und so die Genesung beschleunigen.

TIPP: Mehr Protein reiche Lebensmittel essen

Wie viel Protein pro kg Körpergewicht notwendig ist, wird noch stark diskutiert. Mehr ist nicht immer besser, aber bei einem angegriffenen Immunsystem, macht es Sinn ein paar mehr Aminosäuren dem Körper zur Verfügung zu stellen. Ein genauer Wert ist wie gesagt nicht fix, jedoch kann man mit 2-2,5g Protein pro kg Körpergewicht, nicht viel falsch machen. (Hinweis: Insofern man keine Intoleranzen hat und eine gesunde Niere – ggf. mit einem Arzt Rücksprache halten).

Wasser

Den größten Fehler, den die meisten Menschen machen, ist zu wenig zu trinken. Auch im normalen Alltag wird der Flüssigkeitsaufnahme nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie sie verdient hat. Wir bestehen zu ca. 60% +/- aus Wasser, eine Ironie. Wasser gleicht möglichen Verlust durch schwitzen aus, wäscht die Niere durch und befördert Schadstoffe und Viren aus dem Körper. Hier sollte ca. 40ml pro kg Körpergewicht getrunken werden. Wem das zu kompliziert ist, dann lieber ein bisschen mehr, 1 Liter pro 20 kg Körpergewicht. Mehr zum Thema Wasser gibt es u.a. hier.

Vitalstoffe

Egal welche Ursache eine Verletzung hat, lohnt es sich, genug Vitamine und Mineralien zu sich zu nehmen. Obst und Gemüse erfüllen dort ihren Zweck. Manchmal lohnen sich auch Vitamin- oder Mineralpräparate (hier sollte Rücksprache mit dem Arzt oder Ernährungsberater gehalten werden. Als Beispiele, Zink während einer Erkältung, Bromelain bei einer Entzündung, Magnesium bei Krämpfen oder Vitamin D bei einer Schwächung des Immunsystems etc.

(Bitte beachte: Der Begriff Verletzungen ist sehr weit dehnbar. Es gibt durchaus Verletzungen/Krankheiten, auf welche diese Tipps nicht passen oder einer dieser Punkte gesundheitsgefährdend ist wie zum Beispiel, einer Lungenverletzung, Niereninsuffizienz etc. – Bei Unsicherheit oder Unwissenheit, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Dieser Text erhebt kein Anspruch auf Vollständigkeit.)

Fazit:

Eine Verletzung/Krankheit erfordert eine Reaktion im Ernährungsverhalten. Wenn eine Pflanze eingeht, wird sie vielleicht aus der Sonne genommen und bekommt mehr Wasser, damit sie wieder aufblüht. Genau so reagiert der menschliche Körper. Gönne ihm Entspannung und stelle alles Notwendige an Baumaterial zur Verfügung, welches er für eine optimale Erholung benötigt.

Bleibt mir gesund!

Euer Dustin
Quellen:
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-2004-822727

http://www.energybalance.com/download/Beta-Glucane_EHK_10-2005.pdf

http://wnradiotv.info/Starkes_Immunsystem_-_Mikronahrstoffe_fur_Abwehrzellen.pdf

http://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-80498-4_6#page-1

https://www.rosenfluh.ch/media/ernaehrungsmedizin/2008/03/Malnutrition-ein-Stoerfaktor-in-der-Wundheilung.pdf

http://www.wikipallia.at/wikipallia/images/d/db/Wundheilungsst%C3%B6rungen.pdf

http://www.werner-sellmer.de/Downloads/Ernaehrung/Ernaehrungsmanagement%20bei%20chronischen%20Wunden.pdf

http://www.medicalsportsnetwork.com/archive/393538/Ernaehrungs-Tipps-fuer-einen-effektiven-Heilungsverlauf-nach-Verletzungen.html

Handbuch: Protein und Aminosäuren

 

Bildquelle: RyanMcGuire/pixabay.com;

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