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Alarm & Burnout – Part II

Stress ist hausgemacht

Part II

Liebe Leser,

heute geht es weiter mit dem zweiten Part zum Thema Stress.

Wie wir im ersten Teil festgestellt haben, ist Stress ein Einflussfaktor, der auf verschiedene Weise unseren Körper belastet und eine Alarmreaktion hervorruft. Durch ein gezieltes Gegensteuern, ist es uns möglich, die Alarmreaktionen zu regulieren, entgegenzuwirken und im besten Fall diese zu beruhigen. Schaffen wir es nicht, durch unsere eingeleiteten Maßnahmen den Alarmreaktionen entgegenzuwirken, wird aus den Alarmreaktionen ein tiefsitzender Schaden, welcher einen Systemabsturz in verschiedenen Ebenen im Körper zur Folge hat – umgangssprachlich Burnout genannt.

Der Weg zum Burnout

Stress ist immer noch einer der meist unterschätzten Risikofaktoren für die Gesundheit der Bevölkerung von Industrienationen. So wird Stress in der Regel als Auslöser gesehen, jedoch noch nicht als eigenständige Krankheit, bis es zum Burnout-Syndrom kommt (Akimova & Kasper, 2012, S. 193). Und das, obwohl sie mittlerweile so verbreitet ist, dass bereits Schüler und Job-Einsteiger an ihr erkranken. Je nach Schwere und Dauer des Überlastungsschadens, benötigt die Wiederherstellung des Systems mehr oder weniger Zeit. Sitzen die Wunden auf verschiedenen Ebenen sehr tief, ist mit einer sehr langen Heilungsphase zu rechnen.

Mit Stress ist nicht zu spaßen. Oft wird immer nur im Nebensatz erwähnt:“ ja mir geht’s nicht so gut, ich habe gerade ein bisschen Stress“. Wir selber reden Stress klein, um in unserer Leistungsgesellschaft zu bestehen. Oft werden die Symptome weg gewischt und nicht ernst genommen. Wir sollten uns jedoch bewusst sein, dass es sich um eine Alarmreaktion, um eine Eilmeldung handelt, die seinen Empfänger, das Bewusstsein erreichen möchte. Eine Nichtbeachtung, kann wie dargestellt, weitreichende negative Folgen haben.

Ab wann hörst du auf dein Bewusstsein?

Wenn man sich überlegt, dass nach Umfragen 50% der deutschen Bevölkerung, negativen Stress empfinden und somit einer unbefriedigenden und unausgewogenen Lebensweise folgen, muss man sich um den Gesundheitszustand der deutschen Bevölkerung nachhaltig Sorgen machen (Froböse, 2010). Eine Folge ist unter anderem Bluthochdruck, eine ebenfalls nicht zu unterschätzende Krankheit, unter der mittlerweile 42% der deutschen Bevölkerung leiden (Robert-Koch-Institut, 2012, S. 96).

Stress sollte somit als eine ernst zu nehmende Bedrohung im 21 Jahrhundert wahrgenommen werden. Mit der Aufklärung muss zeitnah begonnen werden, ansonsten wird unsere Bevölkerung nachhaltigen Schaden nehmen und auch das so wichtige Wirtschaftswachstum bald nicht mehr Existenz sein. Wenn man sich überlegt, dass sich viele Unternehmen als Richtungsweisend und Zukunftsorientiert verstehen, jedoch den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, wird es neben den Einbruch der Mitarbeiter-Gesundheit und -motivation, auch zu einem Einbruch ihrer schwarzen Zahlen kommen…

Ich denke, ich konnte euch die Bedeutung und die Folgen des Wortes Stress ein bisschen näher bringen und ich hoffe, dass Ihr, aber auch der ein oder andere Unternehmer und Investor sich meine Worte zu Herzen nehmen.

„Nicht alles ist Gold was glänzt“

Passt auf euch auf, eure Gesundheit ist euer höchstes Gut.

Euer Dustin

 

 

 

Quellen:

Froböse, I. (DKV Deutsche Krankenversicherung AG, Hrsg.). (2010, 10. August). DKV-Report „Wie gesund lebt Deutschland?“. Forschungsbericht.

Robert-Koch-Institut (Hrsg.). (2012). Daten und Fakten: Ergebnisse der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell 2010“.

Akimova, E. & Kasper, S. (2012). Auf einen Blick: Burn-out-Syndrom und Depression: Eine oder zwei Seiten einer Medaille? Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychatrie, 13 (4), 190–193.

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